|
|
 |
| Berichte |
 |
| 05.09.2011 - Rückblick auf den Sommer Grand Prix |
 |
Hallo Fans!
Nach einer langen und harten Vorbereitung, mit vielen Kilometern und Sprüngen, hatten wir nun die erste Standortbestimmung beim diesjährigen Sommer Grand Prix.
Mit Oberwiesenthal, Liberec und Oberstdorf hatte wir innerhalb von einer Woche fünf Wettkämpfe zu absolvieren.
In Oberwiesenthal gelang es mir, meine neuen Änderungen an der Sprungtechnik, bereits unter Wettkampfdruck umzusetzen.
Das hat mir natürlich einen ordentlichen Schub an Selbstvertrauen gegeben und ich wurde prompt beim 1. Wettkampf mit einem hervorragenden 2. Platz belohnt.
Liberec entpuppte sich da schon kniffliger, mit nicht allzu guten Bedingungen, gelang es mir dennoch mit einem 13. Platz im vorderen Feld zu landen und wieder einmal eine stabile Sprungleistung zu abzurufen.
Im anschließenden 10-km Lauf war nicht mehr viel zu machen da sich verschiedene Gruppen gebildet hatten und so eine erfolgreiche Aufholjagt nicht möglich war.
Beim abschließenden Wettkampfwochenende, in Oberstdorf hatte ich anfangs, im Training, noch Schwierigkeiten im Anlauf meine Position zu finden, aber im Poket Jump konnte ich dann wieder an einen guten Sprung anknüpfen und ordnete mich bei diesem auf den 2. Rang ein.
Somit konnte ich, falls windtechnisch alle Stricke reißen sollten, sicher in die Wettkämpfe gehen.
Mit Platz 2 und Platz 3 im Einzelwettkampf bin ich sehr zufrieden und es hat mir gezeigt, dass der Weg im Springen der Richtige ist.
In den nächsten Wochen steht nun wieder hartes Training auf der Tagesordnung, welches bereits nächste Woche in Oberstdorf und am Gardasee weitergeht, um bei der Deutschen Meisterschaft in Hinterzarten frisch gestählt an den Start zu gehen.
Liebe Grüsse
Euer Björn |
 |
| 14.03.2011 - Lahti, ein (fast) perfekter Abschluss |
 |
Hallo Fans!
Nach Oslo ging es für mich zur letzten Weltcup-Station nach Lahti. Dort wollte ich unbedingt an meine Sprungform von Oslo anknüpfen und einen schönen Saisonabschluss feiern.
Allerdings ging es beim Pocketsprung schon wieder los. Mein Trainer hat mir danach gesagt, dass er mich bei den windigen und widrigen Bedingungen eigentlich gar nicht runter lassen wollte. Ich mein, was soll man dazu noch sagen. Jetzt konnte ich nur noch hoffen, dass an den Wettkampftagen der Pocketsprung nicht in die Wertung aufgenommen würde. Doch allem Anschein nach, hatte ich mein Soll an schlechten Bedingungen für dieses Wettkampfwochenende schon fast abgearbeitet.
Mit Platz 12 nach dem Springen und 1:02 Minuten Rückstand ging ich dann in den anschließenden 10-km Lauf. Ich fühlte mich stark wie nie und in einer unglaublichen Laufform. Danken muss ich aber auch dem Eric, denn er hat mir wirklich sehr geholfen meinen 15. Weltcupsieg perfekt zu machen. Dieser Sieg hat unglaublich gut getan und war auch ein wenig versöhnlich zu meinen verpatzten Einzelrennen bei der WM.
Am Sonntag wollte ich dann nochmal alles geben und an den Weltcupsieg vom Vortag anknüpfen, es hat jedoch nicht ganz funktioniert, aber grandios war die Aufholjagd zur Spitze zusammen mit Felix Gottwald, aber zum Schluss ging es einfach nicht mehr weiter. Ich war blitzeblau.
Dennoch kann ich mit dem Abschluss mehr als zufrieden sein und verdient in die Saisonpause gehen, d.h. ich werde mich jetzt erst einmal ein wenig erholen und ausruhen, ehe es dann im Mai wieder zu Sache geht.
Liebe Grüsse
Euer Björn |
 |
| 08.03.2011 - 2 Medaillen in Oslo |
 |



|
Liebe Fans!
Die Weltmeisterschaften sind nun Geschichte und diesbezüglich möchte ich euch einfach noch mal ein kleines Feedback geben wie es die letzten Wochen so gelaufen ist.
Die letzten Wochen vor der WM, d.h. seit dem Weltcup in Seefeld oder auch in Chaux Neuve lief es alles andere als zufriedenstellend für mich. Ich hatte einige Probleme im Springen, welche ich auch nur sehr schwer in den Griff zu bekommen schien und die Zeit in Richtung Oslo wurde immer knapper.
Allerdings in Oslo angekommen, gaben mir meine Trainingsleistungen Zuversicht und ließen mich positiv und optimistisch in diese starten.
Doch gegen den größten Feind des Skispringers, den Wind, kann man halt nur sehr wenig ausrichten. Und wie so oft, wenn es schon gerade nicht ganz so glatt läuft und die routinierte Sicherheit fehlt, kommt auch noch das alte Pech mit dem Wind dazu.
Im Einzel hatte ich einfach nicht die optimalen Windverhältnisse, und somit war ich an diesem Tag auf ein Podium absolut chancenlos und ähnlich verlief es für mich im zweiten Einzel.
Mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch, konzentrierte ich mich nun voll und ganz auf die Team Wettkämpfe. Die Vorbereitungen liefen allerdings wieder eher sehr mühsam, mal gute mal schlechte Sprünge, aber an den Wettkampftagen sollte dann alles passen.
Ich konnte bei beiden Teamevents zwei perfekte Sprünge abliefern und auch im Laufen meine ganze Stärke und Erfahrung ausspielen und performen und wurde so letztlich mit zweimal Silber im Team belohnt.
Für uns Kombinierer war es eine Riesen-WM mit sechs von acht möglichen Medaillen. Es war ein wahnsinniges Erlebnis am Holmenkollen an den Start zu gehen. Auch wenn ich mich in den ersten Minuten nach dem Ziel geärgert hatte, ist die Freude über zwei Silbermedaillen groß. Der Traum vom Einzel Gold und Team Gold ist natürlich längst noch nicht ausgeträumt oder abgeschrieben. Wir sind jung und es wird noch viele Schlachten zu schlagen geben.
Am kommenden Wochenende steht die letzte Station im Weltcup-Zirkus in Lahti auf dem Programm. Ich hoffe ich kann nochmal mein optimales Leistungspotenzial abrufen und zwei gute Wettkämpfe abliefern.
Drückt mir die Daumen und liebe Grüße
Euer Björn
|
|
 |
| 05.12.2010 - Lillehammer - Top und Flop! |
 |
Liebe Fans!
Lillehammer ist Geschichte und es war wieder mal sehr durchwachsen für mich. Das Positive Fazit: Im Springen bin ich konstant. Es fehlen zwar noch 3-4 Meter zur absoluten Spitze, aber ich bin in Schlagdistanz. Diese fehlt mir allerdings noch im Laufen. Hier bin ich noch auf der Suche nach der Form und der Beständigkeit. Leider war am Sonntag das Material nicht so optimal und mir hat die körperliche Frische gefehlt. Nun ist der Blick nach Ramsau gerichtet!
Euer Björn |
 |
| 28.11.2010 - Eisige Kälte und Polarwind zum Auftakt in Kuusamo |
 |
Liebe Fans!
Nach einer anderen Vorbereitung als meine Teamkollegen, bin ich nach Kuusamo gereist. Grund für diese Vorbereitung war einerseits mein Gesundheitszustand im Frühjahr und die anstehende Ausbildung und Abschlussprüfungen bei der Bundespolizei.
Nach nicht auskurierten Erkältungen im letzten Winter habe ich im Frühjahr erst sehr spät mit dem Training begonnen um meinen Körper die nötige Ruhe zu gönnen. Außerdem wurde der Trainingsumfang erheblich abgespeckt. Im Focus stand zudem der Abschluss meiner Ausbildung bei der Bundespolizei. Diesen wollte ich natürlich bestmöglich abschließen, was mir auch gelungen ist.
Im September bin ich dann wieder voll ins Training eingestiegen. Die Vorbereitung auf den Weltcup lief sehr gut, nur meine Achillessehne machte ein paar Probleme und deshalb war ich auch nicht zum Lehrgang auf Zypern. Die Sprung- und Laufeinheiten in Lillehammer verliefen sehr gut und ich bin optimistisch nach Kuusamo gereist. Der Auftakt mit Platz 5 und 12 entsprach meinem derzeitigen Leistungsniveau. Im Laufen fehlt mir noch etwas die Spritzigkeit. Ich denke, dass wird sich mit den nächsten Wettkämpfen ändern. Ziel ist ganz klar: In Oslo top in Form zu sein!
Euer Björn |
 |
| 07.03.2010 - Saison vorzeitig beendet! |
 |
Liebe Fans!
Nach einer sehr langen Zeit will ich mich mal wieder Melden und doch ein paar Eindrücke von den Olympischen Spielen von Vancouver berichten. Die Olympiade ist Vergangenheit, doch der letzte Wettkampf auf der großen Anlage in Whistler hat doch einige Spuren hinterlassen.
Nach einem nicht ganz optimalen Wettkampf auf der Normalschanze habe ich schon im Laufen ein paar Probleme gehabt und konnte einfach Nichts mehr zusetzten als dann die Attacke in der 3. Runde kam, und da dachte ich mir schon, das was nicht ganz stimmt. Aber nach einer gründlichen Analyse im Sprung, als auch im Laufbereich, gingen wir dann nach der ersten Entscheidung für 3 Tage nach Vancouver. Wir haben die Zeit genossen und das Olympische Flair genossen. Dabei haben wir uns viele Events angeschaut und konnten eine wunderschöne moderne und beeindruckende Stadt genießen. Bei leichtem Training im Vancouver Stanley Park bereiteten wir uns auf das Team Event vor. Als es dann wieder nach Whistler ins Olympische Dorf zurück ging, haben wir doch alle eine kleine Anspannung vorgefunden und uns riesig auf das Team gefreut. Es waren doch wieder sehr schwierige Bedingungen, die wir beim Springen vorgefunden haben. Mit sehr wechselnden Winden waren wir nicht ganz vom Glück begünstigt und lagen nach dem Springen auf dem 6 .Rang. Uns blieb also keine Chance mehr, wir wollten angreifen und nach einer Medaille greifen. Als Tino jedoch gestürzt war, schien es im ersten Moment nicht mehr ganz so gut auszusehen, aber wir haben immer an uns geglaubt. Als ich dann auf die letzten 5 km gegangen bin, habe ich nur nach vorn geschaut und Alles aus meinem Körper herausgeholt. Nach ca. 3 Km versuchte ich die Lücke zu Bill zu schließen, aber ich spürte leider, dass mir da schon die letzten "Körner" fehlten und so konnten wir uns über einen guten 3. Platz im Ziel freuen. Als wir am Abend auf dem Siegerpodest im Medals Plaza standen, überkam mich ein Gänsehautgefühl. Nach sehr vielen Terminen im Deutschen Haus und einigen Interviews waren wir froh, dass wir endlich im Bett lagen. Am letzten Wettkampftag war das Wetter wieder zum verrückt werden. Es schneite, es regnete, starker Wind war im Anmarsch, alles andere als einfache Bedingungen. Nach ersten Anfängen hat sich die Jury entschlossen den Probedurchgang abzusagen und gleich mit dem Wertungsdurchgang zu starten. Es war aber alles andere als fair so einen Wettkampf bei einer Olympiade durchzuführen, was doch bei den meisten Sportlern und Trainern Unverständnis verursachte. Nach über einer Minute Rückstand waren nur wenig Chancen da, um noch eine Medaille zu gewinnen. Im Laufen ging es wieder nur die ersten 5 Km, dann musste ich die Leute einfach ziehen lassen. Enttäuscht bin ich dann ins Ziel und wollte es einfach nur schnell vergessen.
Nach den ganzen aufregenden Ereignissen bin ich dann für 4 Tage nach Hawaii zur Regeneration geflogen, um einfach auf andere Gedanken zu kommen und dem Körper ein wenig Ruhe zu gönnen.
Nach 25 Stunden Rückreise sind wir dann in Lahti angekommen und haben am nächsten Tag gleich mit dem Training begonnen, was allerdings sehr zäh ging. Am Freitag jedoch war ich mit meiner Sprungleistung zufrieden, was Platz 11 und 1:28 Minuten Rückstand bedeutete. Im anschließenden Lauf hatten mich wieder meine Kräfte verlassen, und ich konnte nur mit letzten Kräften ins Ziel laufen. Am Samstag kam doch durch sehr starke Winde der Pocket Jump zum Einsatz, was uns natürlich nicht glücklich machte. Naja, und dann ging es wieder zum Laufen, aber diesmal musste ich schon nach 1 Km passen, mein Körper machte einfach nicht mehr mit und ich habe das Rennen beenden müssen. Nach einer Besprechung habe ich beschlossen, dass ich die Saison beenden und mich nun erst mal regenerieren werde. In Kürze steht erstmal meine Ausbildung bei der Bundespolizei an.
Euer Björn |
 |
| 06.03.2010 - Bilder aus Vancouver |
 |
|
 |
 |
Copyright © 2002-2011 Björn Kircheisen und LupoCom Neuburg (Siehe auch Nutzungsbedingungen im Impressum)
webmaster(at)bjoernkircheisen.de |
|